Menschen die unter starken emotionalen Blockaden in Auftrittssituationen neigen, bleiben häufig unnötigerweise deutlich unter ihren Möglichkeiten. In der Praxis zeigt sich, dass viele Menschen mit Auftrittsängsten schon jahrelange "Karrieren" mit dieser Problematik hinter sich haben, und dabei aufgrund langjährigen Vermeidungsverhaltens ihr Potenzial oft nicht ausreichend genutzt haben.
Häufig reicht bei Menschen mit starken Auftrittsängsten schon der Gedanke an eine bevorstehende Prüfungs- oder Auftrittssituation aus, um körperliche Stresssympotme wie Schwitzen, Herzrasen und Schlafstörungen hervorzurufen. Dies führt dazu, dass Auftritte oder Prüfungen vermieden werden, dass Angebote abgelehnt werden oder dazu, dass energieraubende Sicherheitsstrategien (wie z.B. übermäßiges Üben und Proben) eingesetzt werden.
In meinem Coachingansatz lassen sich dabei drei Zielbereiche unterscheiden, die natürlich in Wechselwirkung zueinander stehen:
1. Lösung der emotionalen Blockaden
Wenn der Gedanke an einen Auftritt oder eine Prüfung schon starke Ängste hervorruft, ist es wichtig, die Angst vor der Prüfung direkt zu bearbeiten. Hierbei kann es wichtig sein, negative Prüfungs- oder Auftrittserfahrungen in der Lebensgeschichte noch einmal aufzuarbeiten.
2. Verbesserung der Selbstakzeptanz
Nur wer sich selbst auch mit seinem Problem akzeptiert, kann in Auftrittssituationen gelassen bleiben. Deshalb spielt die Verbesserung der Selbstakzeptanz eine wichtige Rolle. .
3. Optimierung von Vorbereitung /Training und Erholung
Insbesondere bei Menschen mit Prüfungsängsten kommt es vor, dass die Vorbereitung entweder unorganisiert und chaotisch oder aber perfektionistisch und ohne ausreichende Erholungsphasen erfolgt. Beide "Strategien" führen in der Regel zur Aufrechterhaltung und Verstärkung der Ängste. Aus diesem Grund ist die Optimierung von Vorbereitungsstrategien ein wesentlicher Baustein meines Ansatzes.